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Jomhouri
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Iran-Deal: Große Konzessionen – bei Wahrung des Gesichts

Der Iran behält ein formales Programm zur Urananreicherung – aber nicht dessen Produkte. Die Gegner eines Deals auf beiden Seiten sind unzufrieden – laut Experten ist der Weg jedoch gangbar.
Der Iran darf beschränkt anreichern, aber sein angereichertes Uran nur in sehr beschränktem Umfang behalten, und – wie Bayat schon vor dem Deal prognostizierte – auch die abgebrannten Brennstäbe aus dem Reaktor in Arak würden ins Ausland verbracht werden. Im Iran selbst gebe es ohnehin keine Möglichkeit zur Wiederaufbereitung.
15 Jahre lang keine Zentrifugenforschung

:: Mitteilung

Vereinigte Republikaner Irans

Erklärung

Wir, die Unterzeichner dieses Dokuments repräsentieren eine Vielzahl an sozialen sowie politischen Einstellungen und Hintergründe. Wir glauben fest an die Prinzipien der Toleranz, des politischen Dialogs, der Rechtsstaatlichkeit und an nationale Aussöhnung.
Dieser Aufruf wurde gestartet um die vereinten Bemühungen nach Demokratie und einem säkularen iranischen Staat zu unterstützen und um weitere Diskussionen und Austausch im Land selber sowie außerhalb zu fördern.



:: Meinung

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Die doppelte Staatsbürgerschaft ist überfällig


Mehrstaatigkeit muss deutsche Normalität werden

Der Doppelpass bringt kein Privileg, und die Globalisierung relativiert die Bedeutung der Staatsbürgerschaft. Die doppelte Staatsbürgerschaft - eine neue anzunehmen, ohne die alte aufzugeben - wäre ein faires Angebot.

Warum wetteifern deutsche Politiker um den Erhalt eines Staatsbürgerschaftsrechts, das am archaischen Prinzip der Abstammung festhält? Leben wir noch in einer Stammesgesellschaft? Sind etwa Frankreich, England, Italien oder die USA dem Untergang geweiht, weil sie doppelte Staatsbürgerschaften erlauben?


Ende einer Feindschaft


Warum ein Deal mit dem Mullah-Staat allen nutzt

Behrooz Bayat

Die Interims-Vereinbarung bei den Genfer Atomgesprächen ist ein Schritt aus einer Sackgasse, ein erster Schritt nach zehn Jahren, in denen der Westen ergebnislos mit Teheran verhandelt hat. Irans ambivalentes Bestreben, den atomaren Brennstoffkreislauf zu beherrschen, gab Anlass teils zu berechtigter, teils zu übertriebener Sorge. Das Land pocht auf sein Recht der friedlichen Nutzung der Atomenergie, wird aber den Verdacht des Westens nicht los, es strebe in Wahrheit nach Atomwaffen.


Eine Kritische Einschätzung der Publikation ‚Iran Versus USA: Geburtswehen einer neuen Weltordnung ‘

Behrooz Bayat

Die Intention des vorliegenden Beitrags besteht darin, die Angaben und Schlussfolgerungen der Publikation ‚Iran versus USA ...‘ zu verifizieren.
Die Autoren der Publikation versuchen, mit statistischen Daten und politischen Analysen nachzuweisen, dass die Islamische Republik Iran (IRI) eine beeindruckende Wirtschaftmacht und ein quasi ebenbürtiger Globalplayer wie die USA sei.
Bei eingehender Prüfung habe ich festgestellt, dass die Autoren bei der Untermauerung ihrer These mittels statistischen Daten wissenschaftliche Sorgfalt vermissen lassen: Durch die Wahl eines schwachen, die Beendigung des Irak-Iran-Krieges markierenden Ausgansjahres 1988 für das BIP suggerieren sie ein höheres Wachstum und damit eine stärkere Wirtschaft, als sie in der Realität ist.


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Armut und Kriegsgefahr im Mittleren Osten - was tun?


Behrooz Bayat fordert eine Konferenz für Sicherung und Zusammenarbeit in der Region

Behrooz Bayat

Der Mittlere Osten hat eine immense Bedeutung für die Welt. Er ist nicht nur die Wiege der ältesten Zivilisationen und dreier Weltreligionen, sondern auch der größte Energielieferant. Dass diese Region permanent in Spannung und Instabilität verharrt, ist weder für deren Bürger noch für die Welt tragbar.
Gegenwärtig ist der Mittlere Osten durch Diktaturen, Feinseligkeiten, Rivalitäten und Revolutionen gekennzeichnet.

:: Aus den Medien

Heinrich-Böll-Stiftung

Iran-Report 10/12

Bilanz der Konferenz der Blockfreien StaatenAraber protestieren / Ban rechtfertigte Iran-Reise / Mongolischer Präsident durfte Nuklearanlage besichtigen / Nächste Präsidentschaftswahlen am 14. Juni 2013 /Iran verlangt Offenlegung der Unterlagen der Atombehörde – Neue IAEA-Resolution / Neues Atomgespräch in Istanbul / EU-Staaten über weitere Sanktionen nicht einig / Kanada bricht diplomatische Beziehungen zu Iran ab / Russland warnt vor einem Angriff auf Iran / Geplante Militärübung USA-Israel fällt kleiner aus / Iran-Israel-Konflikt / Schlagabtausch auf der UN-Vollversammlung / . . .


Die müde Jugend


Tel Aviv-Teheran: Ron Leshem und Hamed Eshrat in Berlin

'Next Generation', das hat Vito Corleone, das Familienoberhaupt in Coppolas 'Godfather', wahrscheinlich auch gedacht, als er mit seinem Enkel im Garten gespielt hat, um gleich darauf tot umzufallen. Gewiss ist jedenfalls, dass die Veranstalter der aktuellen Jüdischen Kulturwoche 'Next Generation' gedacht haben, als sie eine Lesung betiteln sollten, die am Dienstag im Jüdischen Museum Berlin stattfand und mit der sich durchaus ähnliche Hoffnungen verbanden: Dass diese jungen Menschen einmal besser sein würden, als man es selbst war.


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ATOMSTREIT

Keine Ersatzteile für iranische Tanker


Mehr ökonomischer Druck bietet im Atomstreit eine Chance zu echten Zugeständnissen des Irans. Das betrifft vor allem Unternehmen der EU.

August Hanning | Kristen Silverberg

Die USA haben am Dienstag ihre Sanktionen gegen den Iran weiter verschärft. Es sollen Schlupflöcher geschlossen werden, um zu verhindern, dass die Ölindustrie und die ölverarbeitende Industrie aus dem Iran Geschäfte mit dem Ausland macht. Zuvor hatte die Europäische Union das internationale Sanktionsregime erst im Januar und jetzt noch einmal im Juli mit dem Einfuhrverbot für iranisches Öl und Gas wesentlich verschärft. Diese Sanktionen bieten eine echte Chance, den Iran durch einen erhöhten wirtschaftlichen Druck zu echten Zugeständnissen bei seinem Atomprogramm zu bewegen.


Assad kämpft auch für den Iran


Die regionale Komponente des Konflikts in Syrien ist immer klarer zu erkennen

Gudrun Harrer

Politikwissenschaftlich mag der Konflikt in Syrien zwar immer noch als "nicht-internationaler bewaffneter Konflikt" - also Bürgerkrieg - bezeichnet werden: Noch beschränkt sich die internationale Beteiligung auf Unterstützung von außen für die Regierung oder für die Rebellen. Aber die Atmosphäre ändert sich, besonders was die Rolle des Iran betrifft.


Teheran sieht sich in Syrien selbst angegriffen


Iran will den "Widerstand in der Region intakt halten"

Gudrun Harrer

Syrien ist das Medienthema Nummer eins im Iran, mit zwei starken Botschaften: Iran steht hundertprozentig hinter Bashar al-Assad, dessen Regime nicht nur nicht fallen, sondern stärker aus allen Anfechtungen hervorgehen wird. In diesem Ton ging auch der Besuch des syrischen Außenministers Walid Muallem am Sonntag in Teheran vonstatten - wobei Irans Außenminister Ali Akbars Salehi dem Standard jedoch auch versichert, eine Vermittlerrolle zu suchen und Kontakte mit der Opposition zu unterhalten.



»  Journalistin Forudastan wird Sprecherin Gaucks
:: News

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Iran verweigert EU-Delegation Besuch bei Sacharow-Preisträgern


Umstrittene Reise nach Teheran wurde ganz abgesagt

Teheran/Brüssel -Die umstrittene Iran-Reise einer Delegation des Europaparlaments ist nach Angaben aus Parlamentskreisen in letzter Minute abgesagt worden. Die fünf Abgeordneten seien am Samstag bereits kurz vor dem Abflug gewesen, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP in Brüssel. Dann aber habe Delegationschefin Tarja Cronberg einen Anruf von iranischer Seite bekommen, dass die Parlamentarier nicht mit den beiden Oppositionellen sprechen dürften, die am Freitag mit dem Sacharow-Preis für Meinungsfreiheit ausgezeichnet worden waren.


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Sacharow-Menschenrechtspreis der EU an zwei iranische Aktivisten

Das EU-Parlament verleiht den diesjährigen Sacharow-Preis für Menschenrechte an zwei inhaftierte iranische Menschenrechtsaktivisten: die Anwältin Nasrin Sotoudeh und den Filmemacher Jafar Panahi. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz erklärte am Freitag, die Würdigung bedeute auch eine "klare Absage an das Regime in Teheran". Sotoudeh und Panahi "stehen für alles, wofür auch wir stehen. Wir sagen ihnen deutlich, ihr seid nicht allein."


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Irans Herz schlägt!

In den Medien häufig als Opfer dargestellt zählen Irans Frauen in Wirklichkeit zu den mutigsten Kämpferinnen für die Menschenrechte: Ob als Anwältinnen, Schriftstellerinnen oder einfach nur Mütter riskieren sie mit ihrem Eintreten für Menschenrechte wie zum Beispiel die freie Meinungsäußerung, aber gerade auch die Frauen- und Kinderrechte ihre Freiheit und körperliche Unversehrtheit.



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