فارسی  |  English  |  Deutsch
Jomhouri

Heinrich-Böll-Stiftung

Iran-Report 10/12

Bilanz der Konferenz der Blockfreien StaatenAraber protestieren / Ban rechtfertigte Iran-Reise / Mongolischer Präsident durfte Nuklearanlage besichtigen / Nächste Präsidentschaftswahlen am 14. Juni 2013 /Iran verlangt Offenlegung der Unterlagen der Atombehörde – Neue IAEA-Resolution / Neues Atomgespräch in Istanbul / EU-Staaten über weitere Sanktionen nicht einig / Kanada bricht diplomatische Beziehungen zu Iran ab / Russland warnt vor einem Angriff auf Iran / Geplante Militärübung USA-Israel fällt kleiner aus / Iran-Israel-Konflikt / Schlagabtausch auf der UN-Vollversammlung / . . .


Die müde Jugend


Tel Aviv-Teheran: Ron Leshem und Hamed Eshrat in Berlin

'Next Generation', das hat Vito Corleone, das Familienoberhaupt in Coppolas 'Godfather', wahrscheinlich auch gedacht, als er mit seinem Enkel im Garten gespielt hat, um gleich darauf tot umzufallen. Gewiss ist jedenfalls, dass die Veranstalter der aktuellen Jüdischen Kulturwoche 'Next Generation' gedacht haben, als sie eine Lesung betiteln sollten, die am Dienstag im Jüdischen Museum Berlin stattfand und mit der sich durchaus ähnliche Hoffnungen verbanden: Dass diese jungen Menschen einmal besser sein würden, als man es selbst war.


Delvar_tanker.jpg
ATOMSTREIT

Keine Ersatzteile für iranische Tanker


Mehr ökonomischer Druck bietet im Atomstreit eine Chance zu echten Zugeständnissen des Irans. Das betrifft vor allem Unternehmen der EU.

August Hanning | Kristen Silverberg

Die USA haben am Dienstag ihre Sanktionen gegen den Iran weiter verschärft. Es sollen Schlupflöcher geschlossen werden, um zu verhindern, dass die Ölindustrie und die ölverarbeitende Industrie aus dem Iran Geschäfte mit dem Ausland macht. Zuvor hatte die Europäische Union das internationale Sanktionsregime erst im Januar und jetzt noch einmal im Juli mit dem Einfuhrverbot für iranisches Öl und Gas wesentlich verschärft. Diese Sanktionen bieten eine echte Chance, den Iran durch einen erhöhten wirtschaftlichen Druck zu echten Zugeständnissen bei seinem Atomprogramm zu bewegen.


Assad kämpft auch für den Iran


Die regionale Komponente des Konflikts in Syrien ist immer klarer zu erkennen

Gudrun Harrer

Politikwissenschaftlich mag der Konflikt in Syrien zwar immer noch als "nicht-internationaler bewaffneter Konflikt" - also Bürgerkrieg - bezeichnet werden: Noch beschränkt sich die internationale Beteiligung auf Unterstützung von außen für die Regierung oder für die Rebellen. Aber die Atmosphäre ändert sich, besonders was die Rolle des Iran betrifft.


Teheran sieht sich in Syrien selbst angegriffen


Iran will den "Widerstand in der Region intakt halten"

Gudrun Harrer

Syrien ist das Medienthema Nummer eins im Iran, mit zwei starken Botschaften: Iran steht hundertprozentig hinter Bashar al-Assad, dessen Regime nicht nur nicht fallen, sondern stärker aus allen Anfechtungen hervorgehen wird. In diesem Ton ging auch der Besuch des syrischen Außenministers Walid Muallem am Sonntag in Teheran vonstatten - wobei Irans Außenminister Ali Akbars Salehi dem Standard jedoch auch versichert, eine Vermittlerrolle zu suchen und Kontakte mit der Opposition zu unterhalten.


forudastan.jpg
Deutschland

Journalistin Forudastan wird Sprecherin Gaucks

Die Journalistin Ferdos Forudastan hat während ihres Studiums bei den Jusos mitgemacht, ist danach als politische Korrespondentin zur linken tageszeitung gegangen und würde sich auch heute noch nicht dagegen wehren, als linksliberal bezeichnet zu werden. Geboren in Freiburg als Tochter einer Deutschen und eines Iraners, verbrachte sie die Zeit zwischen ihrem neunten und dem 18. Lebensjahr größtenteils in Isfahan und Teheran.